Dorfbrunnen im Bellpark

Der achteckige Brunnen stand seit 1918 auf dem Dorfplatz. 1964 musste er der Sanierung des Zentrums weichen und steht nun im Bellpark. Die beim Abbau im Brunnenfundament gefundenen historischen Dokumente wurden wieder eingemauert. In die Brunnensäule sind die Portraits vier berühmter Krienser eingefügt. FRIEDRICH DEGEN, Stadtpräsident und Nationalrat, 1848 . 1913 MELCHIOR SCHNYDER, Lehrer, Grossrat und Chronikschreiber, 1774 – 1858. Nach einem Aufenthalt bei Pestalozzi in Yverdon errichtete er im Frühling 1809 im alten Sigristenhaus (Pfrundhaus am Kirchrainweg) die Krienser Stadtschulen. Er war auch der erste, der an Urkunden, Überlieferungen und Büchern die Krienser Geschichte zu erforschen begann. Seine „Merkwürdigkeiten von Kriens“ gesammelt in der sogenannten „Schnyder Chronik“, sind für geschichtlich Interessierte eine Fundgrube. AUGUST BELL, Begründer der Grossindustrie in Kriens, 1814 – 1870. J.G. KRAUER Dichter des Rütliliedes, 1792 – 1845 Das Geburtshaus des Dichters musste dem Bau des nach ihm benannten Krauer- Schulhauses weichen.

Hergiswaldbrücke

Diese Brücke ist eine der wenigen noch erhaltenen Holzbrücken des Kantons. Sie wurde im Jahre 1792 erbaut und ersetzte damals einen einfachen Holzsteg. Sie weist eine Spannweite von 32 m auf. Originell sind die in das seitliche Balkengerüst eingebauten zwei Ruhebänke. 1965 wurde die Brücke um 60 cm erhöht, um dem Verkehr gerecht zu werden zu können. Aus neuester Zeit stammt der äussere Anbau eines Fussgängersteges.

Knochenstampfe beim Feldmühleschulhaus

Bis weit ins 11. Jahrhundert bildete die Land- und Forstwirtschaft neben einige Gewerbebetrieben die einzige Einnahmequelle der Krienser. Entscheidend für die Entwicklung des Gewerbes war den Krienbach, dessen Wasserkraft mittels Wasserrädern die Maschinen antrieb. So entstanden entlang des Krienbaches zahlreiche Gewerbebetriebe. Die Namen Stampfeli, Sensen- und Hammerschmiede, Feldmühle, Pulvermühle, Kupferhammer und Langsäge erinnern uns heute noch daran. Weil der Krienbach jedoch nicht immer gleichviel Wasser führte, wurde schon 1592 der sogenannte Ehehaftenkanal (ehehaft = rechtsgültig) gebaut, der von einem Ausgleichsbecken im Obernau Wasser vom Renggbach in den Krienbach leitete. Ein kompliziertes Netz von natürlichen und künstlichen Zu- und Umleitungen ermöglichte es, eine ganze Reihe von Wasserrädern zu treiben. Hinter dem Feldmühleschulhaus steht noch ein Zeuge aus dem 19. Jahrhundert, eine Knochenstampfe. Die Stampfe diente seinerzeit im Obernau als Lohmehlstampfe (Lohmehl: Zerstampfte Rottannen- und Eichenrinden), deren Produkt die Gerber in der Stadt Luzern zur Bearbeitung des Leders gebrauchten, später als Knochenmehlstampfe zur Erzeugung von Dünger für die Landwirtschaft.

Museum im Bellpark Kriens

Das Museum im Bellpark ist ein Forum für Fotografie, Geschichte und Kunst. Wechselausstellungen und Veranstaltungen, Bibliothek und Cafeteria machen das Museum im Bellpark (in der ehemaligen «Villa Florida» des Krienser Industriellen Theodor Bell) zu einem Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches. Das Museum im Bellpark führt ein ortsgeschichtliches Archiv, welches die Entwicklung von Kriens vom Dorf zur Stadt dokumentiert, und baut eine Sammlung mit Schweizer Zeichnungen auf. Das Museum im Bellpark wird vom Verein Museum im Bellpark getragen.

Weitere Informationen

Website des Museums 

Schloss Schauensee

Wann Schloss Schauensee erbaut wurde, ist heute nicht mehr exakt festzustellen. Sicher hat die Feste bereits im 13. Jahrhundert bestanden und mit den Burgen Obernau und Griesigen, den Landweg in die Länder und über den Brünig kontrolliert. Ins Licht der Urkunden tritt erstmals ein Ritter Rudolf von Schauensee (1257 – 1317). Man weiss aber, dass bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts die Burg als Ruine dastand. Um diese Zeit starb auch die Familie der „von Schauensee“ aus. Erst am Ende des 16. Jahrhunderts kehrte neues Leben in die Ruinen zurück. Johannes von Mettenwyl erwarb die Anlage und baute sie mit Zustimmung des Rates zu Luzern wieder auf. Nach verschiedenen Besitzern gelangte das Schloss an die Familie Meyer, die sich fortan „Meyer von Schauensee“ nannte. Unter ihr entstand um 1750 die Burganlage in ihrer heutigen Form. Als die Überbauung des Berghügels drohte, bildete sich im Jahre 1963 ein Aktionskomitee „Pro Schauensee“ unter Dr. Alexander Wili, mit dem Ziel, das Schlössli der Krienser Bevölkerung zu erhalten. Nach einem denkwürdigen „Marsch nach Luzern“ billigten die Krienser Stimmbürger am 28. April 1963 den erforderlichen Kredit von 1,5 Millionen Franken zum Kauf der Burganlage. Seither gehört das Wahrzeichen des Kriensertales den Kriensern.

Weitere Informationen

www.schloss-schauensee.ch

Sonnenbergbahn


Auch in einem Land wie der Schweiz mit der grössten Bergbahndichte ist es nicht selbstverständlich, dass eine Bahn über 100 Jahre ihren Dienst versieht. Gebaut als Pioniertat, später genutzt als touristische Erschliessung, heute betrieben als Zeuge einer Zeit, die nur noch wenige von uns selber erlebt haben. Willkommen auf der nostalgischen Fahrt im «blaue Bähnli». Willkommen auf der Fahrt mit einer Bahn, die heute das Ortsbild von Kriens massgeblich mitprägt.

Weitere Informationen

www.erlebnis-sonnenberg.ch

Wallfahrtskirche Hergiswald

Die aus einer abgeschiedenen Waldkapelle am Fuss des Pilatus entstandene Anlage und deren bemerkenswerte Ausstattung sind praktisch unverändert erhalten: die Gnadenkapelle mit der schwarzen Loretomadonna samt ihren Nebenheiligtümern, die reich geschnitzten Altäre, die theatralisch im Raumgefüge inszenierten Holzplastiken und die riesige Bilderdecke mit ihren bunten Mariensymbolen. Hergiswald war besonders im 17. und 18. Jahrhundert ein bedeutender Wallfahrtsort. Obwohl Hergiswald heute unter der Verwaltung der kath. Kirchgemeinschaft der Stadt Luzern steht, überliess 1913 die Kirchgemeinschaft Kriens der Wallfahrtskirche Hergiswald die so genannte Sempacherglocke (835 kg) aus dem Jahre 1357, die den Sieg von Sempach verkündete.

Weitere Informationen

www.hergiswald.ch